Frau bei der Meditation

Die Atmung sollte immer optimal funktionieren, denn sie ist unsere wichtigste Energiequelle das geht mit richtig Atmen-Atemübungen. Das Luftholen funktioniert vom ersten Atemzug an ganz automatisch. Ein Reflex im Körper stellt sicher, dass man einatmet und der Körper kontinuierlich mit lebenswichtigem Sauerstoff versorgt wird.

Er wird gebraucht, um aus den Nahrungsbestandteilen die Energie zu gewinnen, die wir zum Leben brauchen. Doch auch wenn das Atmen ganz ohne unser Zutun funktioniert, kann man dabei immer noch sehr viel falsch machen. Wer beispielsweise verspannt ist und oft gekrümmt sitzt, atmet nicht bis tief in den Bauchraum hinein.

Kurze und flache Atemzüge sind aber weniger effektiv, denn die Lunge kann gerade im unteren Bereich viel Sauerstoff aufnehmen. Es lohnt sich also, seine Atemtechnik einmal zu beobachten und auch zu verbessern. Am einfachsten funktioniert das in so genannten Atemkursen, die von Volkshochschulen und auch Atemtherapeuten angeboten werden.

Gesundheit durch optimales Atmen

Eine tiefere Bauchatmung ist jedoch auch ohne fachmännische Anleitung zu trainieren. Dafür setzt man sich ganz locker auf einen Stuhl und atmet bewusst tief in den Bauch ein, anstatt nur kurz in die Brust. Wenn die Übung richtig ausgeführt wird, muss sich der Bauch dabei etwas wölben. Dann wird wieder langsam ausgeatmet. Wer diese Technik zweimal täglich zwei bis drei Minuten nach dem Aufstehen und vor dem Zubettgehen durchführt, wird schon sehr bald ganz automatisch tiefer atmen, ohne bewusst daran denken zu müssen.

Die meisten Menschen könnten pro Jahr etwa 400.000 Liter Luft mehr ein- und ausatmen, wenn sie ihre Atemtechnik nur um rund zehn Prozent verbessern und auch ihr Körper wird es ihnen danken. Eine gute Atemtechnik kann beispielsweise einen zu niedrigen oder auch zu hohen Blutdruck sehr positiv beeinflussen. Auch Asthma und andere Lungenerkrankungen, psychosomatische Erkrankungen, Verspannungen und Migräne können durch eine ergänzende Atemtherapie gelindert werden. Nicht zuletzt lassen sich durch richtiges Atmen die Stimme und Sprechtechnik wesentlich verbessern.

Die Art und Weise wie man atmet, beeinflusst nicht nur die Zusammensetzung des Blutes und den Zustand der Körperzellen. Eine gute Atmung massiert sozusagen die inneren Organe. Sie werden rund 27.000-mal pro Tag angespannt und wieder entspannt, dadurch auch besser durchblutet und in ihrer Funktion gestärkt. Allein die Nieren bewegen sich durch eine tiefe Atmung Tausende Meter täglich hin und her. Das Herz wird durch das Zwerchfell – den Muskel zwischen Brust- und Bauchraum – nach unten bewegt, dabei erweitert und entlastet. Auch der Darm wird durch eine tiefere Atmung angeregt und dadurch die Verdauung gefördert.

* Preis wurde zuletzt am 18. April 2019 um 10:25 Uhr aktualisiert

Das Volumen testen

Bei einem gesunden Menschen umfasst das Lungenvolumen in etwa das 2,5-fache seiner Körpergröße in Metern. Bei einer Größe von 1,70 Meter sind das etwa 4,25 Liter. Der Arzt kann das Lungenvolumen mit einem Atemtest gerät ermitteln. Bei extremer Kurzatmigkeit wir er abklären, ob eine Erkrankung dafür verantwortlich ist. Wie lange man den Atem anhalten kann, gibt ebenso Aufschluss über die Lungenkraft. Ein gesunder Erwachsener sollte es in etwa schaffen, 30 Sekunden lang die Luft anzuhalten. Eine Kerze sollte aus der Distanz einer Armlänge ausgeblasen werden können.

Doch es kommt nicht darauf an, wie man atmet, auch die Qualität der Atemluft spielt für das Wohlbefinden eine große Rolle. Atemtrainer empfehlen dazu: geschlossene Räume regelmäßig zu lüften: Im Idealfall sollten die Fenster mehrmals täglich fünf bis zehn Minuten ganz geöffnet werden. Wer tagsüber nicht zu Hause ist, kann stattdessen morgens und abends einmal richtig durchlüften. Die Raumluft sollte nicht zu trocken sein. Mit einem Hygrometer lässt sich die Luftfeuchtigkeit schnell und einfach ermitteln.

Die Kleidung kann stören

Auch die Kleidung kann eine freie Atmung behindern. Wer aus beruflichen Gründen nicht immer bequeme Kleidung tragen kann,sollte zumindest versuchen, sich entsprechende Freiräume zu schaffen. Das gilt auch fürs Dehnen, Räkeln und Gähnen, Bewegungen, die für die Atmung eine Wohltat sind. Es wird empfohlen: sich bei langanhaltender sitzender Tätigkeit stündlich nach Möglichkeit ausgiebig zu strecken und zu räkeln: Dabei kann man richtig spüren, wie sich die Lunge weitet und eine gehörige Extra Portion Luft aufnimmt. Ein herzhaftes Lachen wirkt sich ähnlich günstig aus. Aber auch Niesen, Seufzen und Weinen haben ihre guten Seiten. Dabei lösen sich Verspannungen und das Zwerchfell kommt in Schwingung. Tiefer atmet man außerdem beim Singen und Pfeifen. Das trainiert die Atemmuskeln und hält sie nebenbei elastisch.

Freue dich auf den Frühling

Richtig Atmen - Atermübungen - 1Ein Grund mehr, sich auf die ersten milden Frühlingstage zu freuen: Spaziergänge und sportliche Bewegungen jeglicher Art verbessern das Luftvolumen – und zwar am besten an der frischen Luft. Nicht allein wegen des Sauerstoffgehalts: Bei einem Spaziergang an der frischen Luft wird auch der Geruchssinn und damit das Bewusstsein aktiviert. Allerdings heißt es bei sportlicher Aktivität gelassen bleiben. Gelegentliches hektisches Joggen bringt hier nicht viel. Bei einer ungewohnten Anspannung wird die Atmung eher schlechter als bei einer gemütlichen Wanderung oder einem zügigen Spaziergang. Richtig ausgeführt sind Ausdauersportarten wie Walken, Joggen, Radfahren oder Schwimmen dagegen optimale Stimulanzien für die Lungenkraft. Wer vor dem Training zusätzlich die Rumpf- und Seitenmuskulatur dehnt, verbessert noch die Beweglichkeit des Brustraums und damit seine Atemtätigkeit.

Am gesündesten Atmet es sich am besten wenn man ganz entspannt Atmet. So spielen bei der Atemtherapie wechselnde Übungen von Anspannung und Entspannung wie autogenes Training oder Yoga eine bedeutende Rolle. „Es atmet mich“ ist ein Satz aus dem autogenen Training: Dabei soll man mithilfe der Entspannungstechniken lernen, in sich hineinzuhorchen, den eigenen Atemrhythmus bewusst wahrzunehmen und so ein Frühwarnsystem für krank machende Fehler entwickeln. Das Einatmen über die Nase wird dabei der Mundatmung vorgezogen, denn in der Nase wird die Luft nicht nur angewärmt, sondern auch der Staub herausgefiltert. Beim Ausatmen findet die eigentliche Entspannung statt, doch gerade hier werden viele Fehler gemacht. Wird die Restluft nicht richtig ausgeatmet, gelangt beim Einatmen weniger frischer Sauerstoff hinein.

Die Vokale Atemübung

Um das Ausatmen bewusst zu verlängern, kann man einen Vokal anstimmen. Er erzeugt zugleich sanfte Vibrationen, die innere Blockaden lösen können. Die dunklen Vokale „O“ und „U“ eignen sich gleichzeitig zum Stress abbau. Welche Tonhöhe einem gut tut, sollte man einfach ausprobieren. Beim Einatmen wird das Zwerchfell und damit die inneren Organe gesenkt. Dabei entsteht ein Druck auf den Bauchraum, der den Beckenboden und auch die Blase belastet. Bei Anstrengungen wie etwa dem Heben schwerer Gegenstände sollte deshalb immer ausgeatmet werden. Dabei lässt der Druck auf den Beckenboden nach, er kann angespannt werden und die Blase wird entlastet.


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