Wenn die Migräne zuschlägt

Wenn die Migräne zuschlägt und die Attacke erst einmal da ist, helfen vor allem totaler Rückzug und Medikamente. Damit es nicht zu schlimm wird, können Sie viel tun. Neueste Studien zeigen Wege, um den Schmerz einzudämmen. Rund 2 Millionen Frauen in Deutschland kennen solche ersten Anzeichen der Migräne und ertragen sie, in der Hoffnung das es schnell vorbei geht. Doch aktuelle Studien zeigen, dass eine zu späte Einnahme von Schmerzmitteln die Attacke verlängert. Sobald der schmerzlich anbahnt, sollten Betroffene zu einem geeigneten Schmerzdämpfer greifen. Bei leichteren Attacken kommen Aspirin, Paracetamol oder Iboprofen infrage. Bei schwerer Migräne sind Triptane die Mittel der ersten Wahl. Bestimmte Verfahren helfen aber, Attacken von vornherein zu verhindern.

Die Migräne mit der Kraft der Gedanken ausbremsen das kann Bio Feedback, eine sanfte Methode mit einfachem Prinzip. Über Sensoren, die mit einem Computer verkabelt werden, sieht der erkrankte auf dem Monitor wie hoch seine Haut Widerstand ist oder die Muskelspannung und lernt, sie mithilfe der Gedanken bewusst zu senken.

Das Führen eines Kopfschmerz Tagebuchs hilft die typischen Auslöser und Zusammenhänge zu erkennen. Besonders leicht macht das eine Epp für Smartphones, ein medizinisches Miniprogramm das Herr Professor Göbel mit seinem Team entwickelt hat mit „migraine“ können Betroffene den Verlauf der Kopfschmerzen aufzeichnen und auswerten. Hier bekommen Sie es kostenlos für iPhones  über iTunes für Android auf Schmerzklinik zum herunter laden.

Signale wahrnehmen

Die Konkordanztherapie , ein speziell für Migränepatienten entwickeltes Verhaltenstraining, hilft ebenfalls die Körpersignale in schwierigen Situationen besser wahrzunehmen. Es lehrt, Gefühle zu zeigen, über Sorgen und Probleme zu sprechen, statt sie in sich hinein zu fressen. Das senkt den Stresslevel und erhöht das Wohlbefinden.

Echte und falsche Auslöser

Früher glaubten beherzte dass bestimmte Nahrungsmittel Migräne auslösen. Zu diesen so genannten Triggern zählten sie Schokolade, Zitrusfrüchte und Käse. heute wissen wir dass der Heißhunger nach süßem schon zum Symptomkomplex der Migräne gehört. Denn im Vorfeld der Migräne entsteht ein Energiedefizit in den Nervenzellen darum verlangt das Nervensystem nach Nahrungsmitteln mit erhöhten Kalorien. Starke Migränetrigger sind hingegen Stress, Unregelmäßigkeiten im Lebensrhythmus und das auslassen von Mahlzeiten. Auch das für das Auge kaum wahrnehmbare flackern von PC-Bildschirmen kann eine Migräneattacke auslösen. Und zum Schluss: selbst bei unerträglichen Schmerzen nimmt das gehören vermutlich keinen Schaden. Das hatten Mediziner zeitweise befürchtet. Wissenschaftler von der niederländischen Universität Leiden konnten in einer aktuellen Studie aber auch bei chronischer Migräne keine Ausfälle bei Gedächtnisleistung, Konzentration oder Aufmerksamkeit nachweisen.